Archive for März, 2010

29 Mär
2010

Wie man mit seiner Leidenschaft auf der Straße Geld verdient: Interview mit Onyx Ashanti

Auf der Straße zu spielen ist hart. Man hat nur einen kurzen Moment, um die Aufmerksamkeit des Publikums zu bekommen. Was ist Deiner Meinung nach der beste Weg, eine Verbindung zum Publikum herzustellen?

Onyx Ashanti: Während meines Sets möchte ich nicht zu den Zuschauern sprechen. Aber ich etabliere ganz genau, was ich tue, damit sie registrieren, dass die Sounds live gespielt sind. Wenn ich z.B. markante Töne spiele, bewege ich mich gleichzeitig extravagant und „gehe“ mit der Musik mit. Alles sehr spielerisch. So wird der Live-Charakter deutlich. Meine Sets haben einen Anfang, einen Mittelteil und ein klares Ende. Nur so kann ich Emotionen aufbauen und die Show steigern. Das hält meine Zuschauer davon ab weiterzugehen. Straßenmusiker, die einfach nur Songs aneinanderreihen, haben Schwierigkeiten, die Menschen länger zu halten. Am Ende der Show spreche ich mein Publikum an und erkläre, was und warum ich es mache.

Auf der Straße zu spielen ist immer ein Abenteuer, die beste Schule für Performer und Musiker. Am Ende des Tages möchtest du neben einem gutem Gefühl auch ein Paar Euros in der Tasche haben. Für Beginner stellen sich folgende zwei Fragen:

Wie wählst du deine Auftrittsorte aus?

Onyx Ashanti: Ich schaue auf die Anzahl der Leute mit Einkaufstüten. (lacht) Das heißt, ich konzentriere mich auf die Plätze, an denen die Leute sowieso Geld ausgeben. Die meisten Menschen kaufen nicht, weil sie die Dinge benötigen, sondern um sich gut zu fühlen. Wenn ich dazu beitragen kann, dass sie eine gute Zeit haben, um so besser. Es ist wichtig, die Stimmung einzufangen und die Menschen dort abzuholen. Spiele ich z.B. zur Mittagszeit und die Leute machen eine Pause oder gehen etwas essen, dann ist mein Sound auch ruhiger und relaxter. Ist es Samstag am späten Nachmittag und mein Publikum ist in Ausgehlaune, wird auch mein Sound funkiger und bereitet sie auf eine ausgelassene Partynacht vor.

Welchen Tipp hast Du parat, um Geld von deinem Publikum zu bekommen?

Onyx Ashanti: Auf der Straße zu musizieren, ist nur ein Puzzleteil des Ganzen. ich habe einen Langzeitplan. Je mehr Menschen ich mit meiner Musik begeistern kann, um so mehr zahlen sich meine Projekte in der Zukunft aus. Ich erhalte durch die Menge der Kontakte mehr Auftritts- und Kooperationsmöglichkeiten.

Jeder Musiker weiß, dass auf der Straße der Großteil des Geldes durch CD-Verkäufe eingespielt wird. CDs sind heutzutage nicht mehr so viel wert wie früher einmal. Der Inhalt einer CD ist beliebig oft kopierbar. Deswegen muss die CD als Ganzes ein Kunstwerk sein, was auch bedeutet, dass die Aufmachung in den Vordergrund tritt.

Ich biete eine CD an, bei der die Leute geben können was sie wollen. Auf Dieser befinden sich meine Stücke und Kontaktinformationen. Daneben stelle ich eine preisintensivere Variante für 20 Euro. Deren Verpackung und Inhalt ist aufwändiger gestaltet. Ich plane zur Zeit noch ein dritte Option für 40 Euro. Auf dieser CD wird es außerdem noch exklusiven Inhalt und Material für Musiker geben, um selbst Beatjazzstücke zu produzieren.

Flyer von mir gebe ich nur persönlich an mein Publikum. Touristen sind oft auf der Suche nach einem Souvenir und nehmen sich einen Flyer. Sie nehmen sich einen Flyer, ohne sich die Zeit zum Hören zu nehmen und ein Trinkgeld zu geben. Auf der Straße spiele ich kostenfrei für alle. Jeder, der sich für meine Musik interessiert, bekommt alle Informationen und kostenlosen Zugang zu meinen Stücken

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23 Mär
2010

Werdet proaktiv!

Proaktivität ist die richtige Einstellung zum zielorientierten Handeln. Der Ursprung des Begriffes geht auf den Psychologen Viktor Frankl zurück, welcher die Logotherapie begründet hat. Frankl hat das Konzentrationslager überlebt und seine Erfahrungen in dem Buch „…trotzdem ja zum Leben sagen“ verarbeitet. Dabei hat er erkannt, dass zwischen Reiz und Reaktion der eigene Wille steht. Obwohl der Reiz, wie Gewalt und Willkür, nicht beeinflussbar ist, kann die Reaktion darauf selbst bestimmt werden. Selbstverständlich setzt dies eine starke Willenskraft und Motivation voraus.

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15 Mär
2010

Buchbesprechung: Kopf schlägt Kapital

Fazit: Diese Buch macht Lust darauf, die eigenen Ideen in die Tat umzusetzen. Oft schreckt der ganze Papierkram und das Beschäftigen mit Gesetzen davor ab, eine Vorstellung Wirklichkeit werden zu lassen. Günter Faltin erklärt warum Ideen gut durchdacht werden müssen und wie nur so ein Vorsprung in Zeiten von Plagiaten entstehen kann. Dabei gibt er konkrete Denkansätze und Fragestellungen, welche sich nicht nach organisatorischen Problemen richten, sondern mehr an die Motive der Idee. Auch wenn manche Geschäftsmodelle, wie das der “Teekampagne”, so einfach sind, dass man sagen möchte: “Darauf hätte ich auch kommen können!”, steckt mehr Denkarbeit dahinter, als man meinen möchte. Erfolgreiche Gründer haben oft Jahrelang eine Idee mit sich herumgetragen, sie hundertemal überdacht und viel Zeit und Energie hinein gesteckt, damit am Ende ein Konzept herauskommt, welches so einfach scheint.

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13 Mär
2010

Follow / Unfollow – Tools für Twitter

Ab einer gewissen Anzahl von Followern auf Twitter, wird das manuelle Handhaben zunehmend aufwendiger. Einige Tools, welche ich in dem Artikel „Die 12 besten Twitter-Tools“ beschrieben habe, funktionieren nicht mehr oder sind mittlerweile kostenpflichtig. Deshalb habe ich mich auf die Suche nach Alternativen begeben. Hier die Ausbeute:

Managetwitter

Mit diesem Tool kann in 100ter Schritten entfolgt werden. Die Auswahlkriterien reichen von Nutzern, die einem nicht zurückfolgen, die inaktiv oder „zu aktiv“ sind.

Tweepi

Tweepi meint, es sei selber „Geeky“. Das soll wahrscheinlich auch gleichzeitig als Erklärung für den Namen dienen. Follower können nach verschieden Kriterien und Parametern sortiert werden. Für alle Statistikfreunde unter Euch. Ach was sag ich, für alle von Euch. Ich kenn’ Euch doch.

Twerp Scan

Die Seite funktioniert ähnlich wie Tweepi, wenn auch nicht ganz so umfangreich.

Twetto

Dieses Tool hat gleich mehrere Funktionen. Ihr könnt Twitter-Nutzer nach Stichworten, die Eurem Interessengebiet entsprechen, suchen und ihnen auch gleich folgen. Es lassen sich Nachrichten an alle Follower versenden. Außerdem bietet die Seite auch zeitlich gesteuerte Tweets an

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10 Mär
2010

So kommt man an die großen Aufträge

So kommt man an die großen Aufträge

Jeder fängt klein an. Oft sind die ersten Aufträge kostenfrei oder für kleines Geld. Mit der Zeit ändert sich das und die Projekte werden umfangreicher. Mein erster Auftritt war mit 15 Jahren auf einem Dorffest. Für 50 Mark und eine Bratwurst. Die Aufregung davor war unbezahlbar. Mittlerweile bestreite ich meinen Lebensunterhalt damit. Lampenfieber habe ich immer noch.
In jeder Freiberufler-Karriere kommt man an Punkte, an denen das Vorankommen stagniert. Die Art der Jobs bleibt gleich und manchmal geht es nur darum, im nächsten Monat die Miete zu bezahlen und mehr als nur Nudeln mit Ketchup zu essen. Diese Anfangsphase durchgeht jeder einmal. Irgendwann ist aber der Zeitpunkt erreicht, einen Gang höher zu schalten und größere Aufträge an Land zu ziehen. Mit allen Konsequenzen, die dazu gehören.

Warum größere Aufträge?
Das Ziel, anspruchsvollere Aufgaben zu bekommen, geht einher mit zusätzlichen Anstrengungen. Der Lohn dafür ist ungleich höher.

Lerneffekt. Wie schon im Artikel ‚Effektives Lernen „on demand“’ besprochen, lernt man wirklich nur an echten Herausforderungen. Der Rest ist graue Theorie. Meine Faustregel dazu: „Immer wenn eine Situation unangenehm ist, lerne ich.“ Egal ob sozial, fachlich oder emotional. Warum? Weil ich gezwungen bin, mich der Situation anzupassen und eine Lösung zu finden. Bei Dingen, die auf Anhieb klappen, gibt es einen geringen oder gar keinen Lerneffekt.

Größere Aufträge. Die Redewendung „Der Teufel scheißt immer auf den größeren Haufen“ trifft es am allerbesten. Warum bekommt der erfahrenere Mitbewerber den Job und ich nicht? Weil er schon mehrere größere Aufträge bekommen hat. Auch Kunden sind sich oft unsicher, wem sie den Job geben. Sie wollen Sicherheit. Wer schon diverse Projekte in seinem Portfolio hat, dem wird gleichzeitig unterstellt, dass er auch gut ist. Reine Psychologie. Die objektive Qualität spielt dabei keine Rolle.

Mehr Zeit. So paradox es klingt. Ein ansehnlicher Arbeitsauftrag verschlingt viel Zeit. Meist aber nicht so viel wie 5 kleine Aufträge, welche dasselbe Geld bringen würden. Schon allein die Kommunikation mit nur einem Auftraggeber spart unheimlich an Zeit und Nerven. Nach der Bezahlung kann ohne finanziellen Druck das nächste größere Projekt vorbereitet werden.

So geht’s

Wer hier die Zauberformel erwartet, den muss ich vertrösten. Große Kunden zu überzeugen, ist harte Arbeit, aber nicht unmöglich.

Schritt für Schritt. Von heut’ auf morgen seine Preise zu verzehnfachen ist utopisch. Kleine Schritte hingegen lassen sich eher durchsetzen. Informiert Euch, wie die Preise auf dem Markt, in dem Ihr agiert, aussehen. Vielleicht seid ihr weit darunter. Ein Aufschlag auf die normalen Preise von 10-20 % ist meist bei jedem Auftraggeber durchsetzbar.

Mehr geben. Ein zusätzlicher Service ist immer mehr wert. Dem Kunden soll die Arbeit erleichtert werden. Verkauft ihm eine Lösung, kein Problem. Wer z.B. Bilder malt, der verkauft die Zeichnung am besten gleich mit Rahmen, damit sich der Klient darum keine Sorgen machen muss. Stichwort: Rundum sorglos.

Qualität kommunizieren. Die Produkte haben etwas Besonderes, etwas Einzigartiges? Kommuniziert es, damit der Auftraggeber weiß, wofür er bezahlt.

Selbstverständlichkeiten kommunizieren. Die Produkte haben etwas, was die anderen auch haben, aber es ist so normal, dass es alle schon wieder vergessen haben? Kommuniziert auch das! Der Slogan der Zigarettenmarke Lucky Strike lautet „It’s toasted“ und beschreibt den Herstellungsprozess. Alle Zigaretten werden auf diese Art hergestellt. Es wirkt aber, als sei dies ein Alleinstellungsmerkmal.

Portfolio aufarbeiten. Drückt die Präsentation der Arbeiten den Wert aus, den sie verkaufen soll? Das Portfolio muss angemessen zur Schau gestellt werden. Hier sollten nur die wirklich relevanten Projekte vorgestellt werden. Alles muss nach hoher Qualität aussehen. Das fängt bei der Homepage an und hört bei einheitlichem Layout für Rechnungen und Verträge noch lange nicht auf. Achtet auf Details.

Günstiger oder kostenfrei arbeiten. Wenn das Portfolio nicht die Referenzen aufweist, die es benötigt um hochklassige Jobs an Land zu ziehen, ist es manchmal nötig, Jobs für weniger Geld durchzuführen. Das ist bis zu einem bestimmten Grad in Ordnung. Hört damit auf, sobald die richtigen Aufträge eintreffen, sonst kommt der Bumerang doppelt hart zurück und die Preise für die Zukunft sind verdorben.

Bessere Fähigkeiten. Ständig dazuzulernen und auf dem aktuellen Stand zu bleiben sind die Mindestanforderungen, um im Wettbewerb zu überleben. Zeitweise reicht selbst das nicht. Dann muss die Palette der Fähigkeiten erweitert werden.

Zusammenschließen. Größere Aufträge, die Professionalität auf mehreren Gebieten erfordern, können nur im Team bewerkstelligt werden. Dabei ist es wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen und bei Bedarf die Arbeit zu teilen. Meist besitzt jeder Freiberufler ein Netzwerk aus fähigen Leuten, welche die Aufgaben übernehmen, in denen sie besser sind. Das Endergebnis zählt. Wenn das gut ist, führt dies meist zum nächsten Job.

Die Zeiten sind wie immer hart. (O.K., fünf Euro ins Phrasenschwein) Deswegen ist es verständlich, jeden Job anzunehmen, der gerade kommt. Langfristig ist es wichtig, die Zeit in das Marketing für die großen Aufträge zu investieren. Am besten regelmäßig.
Schreibt einen Kommentar und teilt Eure Erfahrungen, wie man an besser bezahlte Jobs herankommt.

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4 Mär
2010

HD Filmen mit der Spiegelreflex

Ich habe mir das Buch “HD Filmen mit der Spiegelreflex” von Helmut Kraus zur Brust genommen, weil es gerade für Einsteiger einen schöne Grundlage bietet. Demnächst wird es mehrere Rezensionen von Büchern und DVDs geben, die für Freiberufler und Künstler hilfreich sind

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