Kostenlose Bilder für Blogs und Webseiten – die ultimative Anleitung

Esel hinter gelber wand


Der Mensch ist ein visuelles Wesen und nimmt über 80% der Informationen über die Augen auf. Bilder sagen oft mehr als 1000 Worte, deswegen benutze ich gern einen optischen Anker für meine Artikel. Es gibt diverse Möglichkeiten, auch hochwertige Photos kostenfrei zu bekommen. Hier ein Überblick.

Probleme mit der Bildersuche via Google

Was ist der erste Schritt für eine Suche im Netz? Richtig: Google. Bilder zu benutzen, die über Google gefunden wurden, bringen ein Problem mit sich: Die mögliche Verletzung von Urheberrecht. Ok, seien wir ehrlich: mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wird ein Copyright verletzt. Die Auflösung und Qualität der Photos lässt oft zu wünschen übrig.

Vorteil:

  • kostenfrei

Nachteil:

  • Copyrightverletzung
  • schlechte Qualität
  • manchmal etwas längere bzw. aufwendigere Suche

Bildersuche via Bildagenturen

Wer es einfach haben möchte, kann seine Bilder über Bildagenturen kaufen. Die 3 größten Agenturen sind Istockphoto, Fotolia und Shutterstock. Die Qualität ist hervorragend und die Suche geht schnell von der Hand. Die jeweiligen Nutzungsbedingungen findet Ihr auf den jeweiligen Seiten.

Vorteil:

  • hohe Qualität
  • schnelle Suche
  • es wird kein Copyright verletzt
  • meist lizenzfreie royalty free Bilder à die Photos werden einmal erworben und können für alle weiteren Projekte benutzt werden

Nachteil:

  • kostenpflichtig

kostenlose Photoseiten

Diese Bilder haben oft dieselbe Qualität wie kostenpflichtige Bilderagenturen. Leider ist die Auswahl stark eingegrenzt. Kostenneutrale Bilder findet Ihr z.B. auf photl.com, eine Unterseite von turbophoto.com oder cepolina.com (Hinweis auf die Photoseiten ist meist obligatorisch)

Vorteil:

  • hohe Qualität
  • schnelle Suche
  • es wird kein Copyright verletzt

Nachteil

  • geringe Auswahl
Mercedes auf Wiese

Photo: Problemkind

Kostenlose Bilder über Flickr

Flickr ist eine Social-Media-Plattform für Bilder. Jeder User kann seine Photos mit anderen Mitgliedern teilen. Er hat auch zusätzlich die Möglichkeit, seine Werke unter eine Creative Common-Lizenz zu stellen. Das bedeutet, dass im günstigsten Fall nur der Photograph mit Namen erwähnt werden muss. Am besten Ihr startet Eure Bildersuche auf der Flickr: Creative Commons-Seite.

Hier findet Ihr kostenlose Photos, die unter folgenden Bedingungen verwendet werden können:

creativ commons NamensnennungNamennennungs-Lizenz: Die Bilder können für jeden Zweck benutzt werden, solange der Photograph namentlich erwähnt wird.

Hier der passende Suchlink.

creativ commons NamensnennungCreativ Commons keine BearbeitungNamennennungs- + keine Bearbeitungen-Lizenz: Neben der namentlichen Nennung des Photographen darf das Bild nicht verändert werden. Also kein Beschneiden, keine Farbkorrekturen oder sonstige Veränderungen.

Hier der passende Suchlink.

creativ commons NamensnennungCreativ Commons keine BearbeitungCreativ Commons keine kommerzielle NutzungNamennennungs- + keine Bearbeitungen- + keine kommerzielle Nutzungs-Lizenz: Der Name des Urhebers muss auch hier genannt werden. Die Bilder dürfen nicht bearbeitet werden und zusätzlich nicht kommerziell genutzt werden. Das gilt auch für Blogs und andere Webseiten, denen unterstellt werden kann, mit Hilfe der Bilder Geld zu verdienen. Wenn Ihr in Betracht zieht mit dem Webprojekt früher oder später Geld zu verdienen, rate ich Euch bei den beiden oberen Lizenzen zu bleiben. Damit habt Ihr das Urheberecht auf Eurer Seite.

Hier der passende Suchlink.

creativ commons NamensnennungCreativ Commons keine kommerzielle NutzungNamennennungs- + keine kommerzielle Nutzungs-Lizenz: Wie in der Kategorie davor, muss der Photograph genannt werde. Für eine kommerzielle Nutzung ist diese Lizenz tabu.

Hier der passende Suchlink.

creativ commons NamensnennungCreativ Commons keine kommerzielle NutzungCreativ Commons gleiche LizenzbedingunenNamennennungs- + keine kommerzielle Nutzungs- + Weitergabe unter gleichen Bedingungen-Lizenz: Der Name es Photographen muss in jeder Kategorie erwähnt werden. Die Bilder dürfen in keinem Zusammenhang stehen, in dem Ihr Geld verdient. Wenn die Bilder bearbeitet werden, dürfen die Endresultate nur unter der selben Creativ Common-Lizenz veröffentlicht werden. Damit bleiben auch die Veränderungen für jedermann Nutzbar.

Hier der passende Suchlink.

creativ commons NamensnennungCreativ Commons gleiche LizenzbedingunenNamennennungs- Weitergabe unter gleichen Bedingungen-Lizenz: Die Angabe des Photographen ist obligatorisch. Bearbeitungen des Bildes müssen unter denselben Bedingungen weitergegeben werden.

Hier der passende Suchlink.

Schloss

Photo: Spigoo

Jetzt ist es nur noch ein Kinderspiel: Da die Seite international ist, empfiehlt es sich, die Suchbegriffe in Englisch einzugeben.

Auf einer Seite wie Flickr befinden sich nicht nur Meisterwerke, sondern auch eine Menge Schnappschüsse, die in den meisten Fällen nicht zu gebrauchen sind. Macht Euch die Intelligenz der Masse zu Nutze und bedient Euch der Möglichkeit nach „Interessanteste“ zu suchen. Diese Variante bringt oft hochwertiger Photos zum Vorschein, die von den Nutzern oft besprochen oder bewertet wurden.

Vergesst nicht dem Photografen zu danken und ihn namentlich zu erwähnen. Alle Bilder für diesen Post habe ich unter dem Suchbegriff „Germany“ in der ersten Kategorie gefunden.

Vorteil:

  • kostenfrei
  • es wird kein Copyright verletzt
  • oft gute Qualität

Nachteil:

  • manchmal etwas längere bzw. aufwendigere Suche

Ich selbst nutze für meinen Blog fast ausschließlich Photos von Flickr aus den ersten beiden Kategorien. Die Resultate können sich sehen lassen und mir gefällt die Idee der Creativ Commons.

Literatur

Für die Photographen unter Euch sind bestimmt die Artikel “Handbuch digitale Dunkelkammer” und “HD Filmen mit der Spiegelreflex” interessant. Ich gebe zu diesen beiden Bücher ein ausführliches Review.

Teilt diesen Post mit anderen und hinterlasst einen Kommentar!

Weitere interessante Artikel:

Lest wie man in kurzer Zeit effektiv lernen kann.

Bilderwörterbuch “ICOON communicator”

10 Gründe warum man einen Blog schreiben sollte

26 Replies to Kostenlose Bilder für Blogs und Webseiten – die ultimative Anleitung

  1. Es gibt noch viele weitere kostenlose Bildagenturen. Eine erwähnenswerte wäre sxc.hu

  2. @Niels Vielen Dank für den Link.

  3. @Herr Kugel: ein schöne Auflistung von Bilderagenturen. Vielen Dank.

  4. Simon sagt:

    Mein Tipp: Pixabay.com
    Alle Bilder sind komplett kostenlos, gute Qualität, keine Namensnennung und kein Backlink erforderlich – Einfach einfach eben :)

    LG und Danke für die Übersicht,
    Simon

  5. @Simon
    Die Seite sieht gut aus! Ich werde für einen der nächsten Beiträge mal ein Foto verwenden.

  6. ixiter sagt:

    Ich hatte mich erst gewundert, dass flickr und CC nicht aufgeführt sind. Schön dass ich es am Ende noch gefunden hab. Meine Priorität ist da nämlich genau andersrum. Ich suche immer zuerst bei Flickr. Findet man CC Fotos die man auch noch weiter bearbeiten kann, ist man meistens schon gut bedient.

  7. @ixter Flicker ist eine Super Quelle, um lizensfreie Bilder zu finden!

  8. Micha sagt:

    Das ist gut. Ich habe schon die ganze Zeit geschaut, wo ich solche Fotos bekomme. Ich werde jetzt mal bei Flickr suchen.

  9. Man muss sich eben mal die Zeit nehmen um ein paar gute Portale zu finden, wo man Bilder kostenlos verwenden darf und dann einfach bei den bleiben.
    Dann kann man sich sicher sein, dass die Bilder auch verwendet werden dürfen!

  10. Hallo,
    evtl. wäre unsere Seite http://www.redman.de noch interessant, speziell für Leute die kostenlose Landschaftsbilder aus Australien, USA, Marokko usw. benötigen. Alle selbst erstellt und für private Blogs unter Creative Commons Lizenz kostenfrei.
    Schöne Grüße
    Roland

Trackbacks for this post

  1. 22 Fragen, die jeder Freiberufler seinen Kunden stellen sollte | Kunst und so.
  2. Creative Commons auf Flickr- Foto-Chaotin
  3. Was Kunden sagen und wirklich meinen | Kunst und so.
  4. Besucherzahlen und Blogeinnahmen im Juni 2010 | Kunst und so.
  5. Kleines Steuer- Einmaleins Teil 1: Bewirtungskosten als Betriebsausgabe | Kunst und so.
  6. Links Zwo Drei Vier #1: Twitter, musikalische Visitenkarten und auch mal offline sein. | Kunst und so.
  7. Warum Multitasking nicht funktioniert > Kunst und so.
  8. 14 besten Themeforest WordPress Themes für Freiberufler und Künstler > Kunst und so.
  9. Erstellen Suchmaschinen optimierten Nischen-Website > Kunst und so.
  10. Welchen Blog habt Ihr? > Kunst und so.
  11. Kostenlose Bilder für Blogs und Webseiten – die ultimative …
  12. Review: Praxisleitfaden Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) von Eric Froemer > Kunst und so.
  13. Den ersten Kunden gewinnen, immer wieder (Und wie ich es gemacht habe) > Kunst und so.
  14. Ein schneller Weg gegen Müdigkeit am Schreibtisch > Kunst und so.
  15. Artikel-Fotos in Wordpress › Web Development Blog

Leave a Reply


3 × = achtzehn